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Archiv für September 2009
VIII
30. Sep
- Manchmal lohnt es sich, doch den Mund aufzumachen – am örtlichen Großsupermarkt, der mit den blau-roten Buchstaben habe ich mich beschwert, dass sie bei gefühlten 30 Kassen immer nur einen Bruchteil davon auf haben. Im Supermarkt ist es furchtbar warm und wenn man eben mal auf die Schnelle Tiefkühlkost fürs Abendbrot besorgen möchte, kann man es gleich nach dem Bezahlen aufessen, denn dann ist es durch – die Warteschlangen an den Kassen sind echt nicht normal. Zum Trost habe ich einen Piccolo bekommen.
Aber ob es auch was nützt? - Laute Menschen, also laut in dem Sinne, dass sie bei allem, was sie tun oder auch nicht, LAUT sind, ob es nun telefonieren, Sachen wegräumen, gehen oder sonst alltäglich Sachen sind, kann ich irgendwie nicht ab. Es stört mich massiv. Muss ich an mir arbeiten? bin ich zu empfindlich? Nee, ich glaube nicht. Rücksichtnahme ist nicht jedem in die Wiege gelegt.
- Ich müsste dringend abnehmen, mindesten fünf Kilos. Sollte ja zu schaffen sein. Aber nada, niente. Ich schaff es nicht, bin einfach zu undiszipliniert. Von meinen sportlichen Tätigkeiten, die seit einiger Zeit gen Null tendieren, mal ganz zu schweigen.
Und dann gibt es da noch die verschiedenen Ernährungweisheiten. So viele verschiedene Theorien, wie man sich am besten, am gesündesten, am natürlichsten ernährt. Wer blickt da noch durch? Morgens nur Eiweiß oder Kohlenhydrate. Aber keinesfalls Eiweiß/Kohlenhydrate zusammen (aus für das Müsli). Nur Eier sind auf Dauer aber auch nicht gut (was bleibt sond bei Eiweiß – Schnitzel? Milch pur? Da wird ja keiner satt von). Mittags Kohlenhydrate, aber bloß kein Brot. Brot ist verpönt! Nur was dann auf der Arbeit verspeisen. Abends keine Kohlenhydrate, aber auch kein Obst/Gemüse, weil schwer verdaulich. Also wieder das Schnitzel von morgens?
Ich weiß es nicht … - Die Tante, die IMMER hupen muss, wenn sie in die Tiefgarage einfährt, wahrscheinlich um Mann und Kindern kund zu tun, dass Muttern endlich daheim ist, der reiß ich irgendwann die Ventile aus den Reifen …
- Die Katzen bekommen Winterfell. Ätzend. Weiße und schwarze Katzenhaare ÜBERALL.
Im Tal der Haudegen.
27. Sep
Toller Titel, was? War aber nicht so spektakulär wie es sich anhört, die Wanderung, die ich heute spontan gemacht habe. Auf Empfehlung einer Bekannten wollte ich das Bergische näher erkunden und habe mir diese Strecke, die ich schon ein paar Wochen hier rumliegen habe, geschnappt und bin – nach dem obligatorischen Wahlgang heute – ab in Richtung Leichlingen/Witzhelden. Das ist nicht sehr weit entfernt von hier.
Los ging es auf einem Wanderparkplatz an der L294. Von dort ging es bergab in das Tal des Weltersbachs durch einen Buchenwald. Sehr idyllisch. Unten angekommen, wurde ich von x-Joggern fast umgerannt. Ist anscheinend DIE Trainingsstrecke der Leichlinger. Fast das ganze Tal entlang, ca. 3 km lang, nix als Jogger …
Im Tal war es noch etwas schattig, aber je mehr es auf Mittag zuging, desto wärmer wurde die Sonne. Prächtigstes Wanderwetter.
Zivilcourage. Auch im Kleinen.
22. Sep
Jeder hat sicherlich von der schrecklichen Tag in München gehört und gelesen. Am Wochenende habe ich in der Fernsehsendung MonaLisa im Zdf einen Bericht gesehen, wo es unter anderem um einen Mann ging, der vor anderthalb Jahren ebenfalls Zivilcourage gezeigt hat und Schülern vor einem Übergriff anderer Jugendlicher bewahrt hat. Auch er wurde anschließend von den Tätern zusammengeschlagen und getreten. Er hatte zuvor noch von Mitfahrenden Hilfe eingefordert, die er aber nicht bekam. Noch heute leidet er unter den Folgen, ist finanziell am Ende, weil er seinen Beruf aufgrund der gesundheitlichen Einschränkungen, die aus dem Übergriff resultieren, nicht mehr ausüben kann. Das hat mich sehr berührt. Sehr erschreckt.
Weiterhin ging es in der Dokumentation darum, wie man auch im normalen Leben Zivilcourage zeigen kann. Es geht nicht nur darum, bei gefährlichen Situationen einzugreifen, sondern auch bei kleinen Gegebenheiten im Alltag, die einem aufstoßen, für Gerechtigkeit und Fairness stehen kann. Hierzu wurde ein “Friedensforscher”, Prof. Günther Gugel aus Tübingen, interviewt. Unter anderem sagte er:
“Angst ist ein berechtigtes Gefühl. Deshalb ist es wichtig, Zivilcourage in kleinen Alltagsgegebenheiten anzufangen und zu lernen: Zum Beispiel der Widerspruch, das Nicht-Mitlachen, wenn ein rassistischer Witz erzählt wird, oder einen Vorgesetzten auf Missstände aufmerksam machen. Es gibt viele Alltagsgegebenheiten, die laufend passieren, wo man keinerlei Gefahr eingeht, wenn man Courage zeigt.” (Quelle: Zdf.de)
Das hat mich sehr, sehr nachdenklich gemacht. Ich muss mir das bewusst machen. Und nicht immer die Klappe halten. Gelegenheiten gibts dafür (leider) genügend.
Krank.
21. Sep
Montagmorgen und ich bin krank! Eigentlich war ich es gestern schon, aber bis auf die Kittys hat mich da niemand vom langsamen hindösen abgehalten … Im Büro fällt es schon eher auf, wenn mein Kopf auf die Tischplatte knallt, weil er so schwer ist!
Eine Runde Mitleid bitte. Danke.










